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Abhyanga
Je nach Konstitution des Patienten wird diese sanfte, rhythmische, ayurvedische Massage mit verschiedenen Ölsorten angewendet. Sie soll mit einer Kombination von Handgriffen wie Klopfen, Drücken, Kneten und Rubbeln die Srotas (Entschlackungskanäle) öffnen, sie nähren und schützen sowie das Gleichgewicht der Doshas (Bioenergien) verbessern. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und die Ausleitung von Toxinen aktiviert. Oft wird Abhyanga synchron, d.h. von zwei Masseuren gleichzeitig, durchgeführt (Synchron-Abhyanga). Abhyanga gilt als ausgleichend, energetisierend und sehr entspannend. siehe auch Ayurveda
Akupressur
Der aus dem Lateinischen abgeleitete deutsche Name Akupressur (acus = die Nadel und pressus = der Druck), meint mit Nadel in dieser Wortkombination eher den feinen Punkt auf der Haut, auf den man drücken muss. Basierend auf der Erkenntnis, dass unsere Gesundheit nur dann gewährleistet ist, wenn die Lebensenergie ungehindert fließen kann, werden bei dem Akupressurverfahren durch Pressungen, d. h. der Therapeut reizt bzw. beruhigt die so genannten Akupressurpunkte, blockierte Energieströme wieder in Gang gebracht. Bei dieser Methode wird davon ausgegangen, dass krankheitserregende Umweltenergien entlang der über den Körper verteilten Meridiane aus dem Körper geleitet werden können.
Algenpackung
In frischen Algen sind wichtige Nährstoffe des Meeres wie Mineralien, Spurenelemente, Eiweiß und Vitamine in hochkonzentrierter Form enthalten. Bei dieser Behandlung wird der Körper in eine Paste aus pulverisierten Algen eingehüllt und warm eingewickelt. Eine Algenpackung wird entschlackend, entgiftend und unterstützt außerdem die Stärkung des Bindegewebes, die Haut wird zart und geschmeidig. Algenpackungen dürfen bei Menschen mit Jodallergie nicht angewendet werden.
Aqua-Gymnastik
Bei dieser sanften Form der Konditions- und Kraftübungen, welche im Wasser ausgeführt werden, arbeiten die Muskeln gegen den Widerstand des Wassers, was sehr schonend für Gelenke und Sehnen ist. Durch das Training werden sie gelockert und die Muskulatur gestärkt. Beim Aufenthalt im Wasser müssen die Blutgefäße dem Aussendruck stärker standhalten, das regt die Durchblutung an und die Haut wird gleichzeitig gestraft.
Aromatherapie
Mit dem Ziel der Vorbeugung, Linderung und Heilung von Krankheiten, werden bei der Aromatherapie nur natürliche, reine und ätherische Öle verwendet. Für die verschiedensten Indikationen steht ein breites Sortiment ausgewählter Blüten, Blätter, Nadeln und Wurzeln für Bäder, Massagen, Wickel und Inhalationen zur Verfügung. Dabei entfalten diese (z.B. Nelken, Zitronen- oder Kamillenöl) eine desinfizierende und antiseptische Wirkung, sind krampflösend, entspannend und anregend. Durch Wirkung auf „feinstofflicher Ebene“, bewirken die Aromen so eine seelisch-geistige Harmonisierung. Bereits um 4000 v. Chr. findet man die ersten Hinweise in der ägyptischen Heilkunde auf angewandte Aromatherapie. Nachdem die Methode im 13. Jahrhundert ihren Höhepunkt in Frankreich erlebte, ist sie jetzt in der heutigen Naturmedizin ein besonders genussvolles Element.
Ätherische Öle
Aus der griechischen Philosophie kommend, bezeichnet der Begriff Äther (griech. = Himmelsluft) den chemischen Urstoff. In der Chemie bezeichnet Äther u. a. eine flüchtige Flüssigkeit. Als natürliche Bestandteile von Pflanzen besitzen alle ätherischen Öle die Eigenschaft des Flüchtigen. Ca. 150 Duftöle, die aus Kräutern, Blüten, Rinden, Früchten, Gräsern und Samen gewonnen werden, sind bisher bekannt. Auf Körper und Psyche üben sie einen therapeutischen Effekt aus. Ihre heilende Verwendung wird durch ihre speziellen Eigenschaften bestimmt: Sie können beruhigen oder anregen, wirken antiviral, antiseptisch, schmerzlindernd, entzündungshemmend, schleimlösend und antidepressiv. Sie können als Badezusatz, Umschläge und Kompressen verwendet werden. Sie werden inhaliert oder bei Massagen über die Haut aufgenommen. Wichtig ist beim Kauf von ätherischen Ölen darauf zu achten, dass sie nicht aus dem Verschnitt sondern aus der Stammpflanze stammen.
Ayurveda
Aus der alten indischen Hochkultur stammend, bedeutet Ayurveda (Ayur = langes Leben und Veda = Wissen) die Lehre vom langen, gesunden Leben. Alle körperlichen und seelischen Funktionen werden dabei von den drei so genannten Doshas (Bioenergien) Vata, Pitta und Kapha beschrieben. Geraten die Doshas in Ungleichgewicht, können Krankheiten entstehen. Ziel der Ayurveda-Behandlung ist eine ganzheitliche Umstimmung in Körper, Geist und Seele zu erlangen, weniger die schnelle Beseitigung der Beschwerden. Auf der Ausgeglichenheit von Körper, Geist, Seele und Umgebung beruht vollkommene Gesundheit. Durch eine richtige Ernährung und Lebensweise, durch Meditation und Yoga wird diese Harmonie erreicht. Der Patient wird während einer Ayurveda-Behandlung bzw. –Kur wieder zu einer gesunden Lebensweise geführt und somit zur Erhaltung seiner Gesundheit. Bestandteile einer Ayurveda-Kur sind speziell auf die Doshas abgestimmte, pflanzliche und mineralische Diäten, Meditation, Tiefenentspannung, Körper- und Atemübungen, Ratschläge zur Lebensführung, individuelle Ölmassagen und der Einsatz von Musik und Kunst. Somit ist Ayurveda eine ausgesprochene Gesundheitslehre. Typische Ayurveda-Anwendungen in unseren Wellness-Hotels sind u. a.:
Abhyanga – Öl-Ganzkörpermassage, von ein oder zwei Therapeuten ausgeführt
Garshan – Seidenhandschuh-Massage
Marmatherapie – Massage vitaler Punkte
Pizzichilli – auch „Königliche Therapie“ genannt, Ganzkörper-Synchronmassage unter warmen Ölstrahl ïƒ wirkt ausleitend
Shirodhara – fließender warmer Ölstrahl über die Stirn ïƒ wirkt vegetativ ausgleichend
Svedana – Kräuterdampfbad
Udvarthana – Kräuterpaste-Massage, wirkt Gewebe aktivierend, stärkt den Kreislauf und steigert die Flexibilität
Vishesh – Tiefenmassage zur Lösung überschüssiger Doshas
Bio-Sauna
Die für den Kreislauf schonendere Variante zur finnischen Art der Sauna ist die Bio-Sauna. Bis zu 45 Minuten lässt sich der Aufenthalt im Saunaraum bei einer Temperatur von 45°C bis 60°C mit einer kontinuierlichen Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55% ausdehnen. Das hautfreundliche Schwitzbad ist gut für die Atemwege und stärkt das Immunsystem. Die entspannende Wirkung intensivieren zusätzlich eingesetzte Kräuter, wie z.B. Eukalyptus und verschiedene Kräuteraromen. Oft wird die Bio-Sauna mit Farblicht kombiniert. Nach wie vor gilt für den Entschlackungseffekt nicht während des Saunierens zu trinken, da sonst die Flüssigkeit nicht dem Gewebe sondern dem Darm entzogen wird.
Body Forming
Unter Body Forming fallen alle Behandlungsarten, die auf eine Veränderung der Körperform einwirken sollen. Sportliche Maßnahmen wie Fitness- und Muskeltraining, gezielte Massagen und manuelle Lymphdrainagen zur Behandlung von Wasseransammlungen, Tiefenwärme zur Förderung der Blutzirkulation, Elektro-Lipolyse als Methode zur Gewebestraffung mit Einsatz von elektronischen Feinströmen zur Fettmobilisierung gehören ebenso zum Body-Forming wie Fettabsaugungen und andere kosmetische Operationen.
Body Toning
Unter Body Toning versteht man gezielte Problemzonengymnastik für den ganzen Körper incl. Bauch, Beine, Po, Arm- und Rückenmuskulatur. Einzelne Muskelgruppen werden hierbei mit Zusatzgeräten wie Gummibändern, Hanteln und Steppern gekräftigt. Das Herz-Kreislauf-System wird in der leichten Aufwärmphase unterstützt und die Fettverbrennung angeregt.
Body Wrap
Diese Körperwickel mit Mineralschlamm, Algen oder Fango regen die Durchblutung an und fördern die Lymphzirkulation. Body Wraps werden in der Kosmetik angewandt und werden oft als Maßnahme zur Beseitigung von Cellulite empfohlen.
Bürstenmassage
Der Körper wird bei dieser speziellen Massage mit Hilfe einer Bürste, eines Luffaschwamms oder Bourretteseidenhandschuhen in einer bestimmten Reihenfolge kreisförmig massiert. Durch das Bürsten der Haut werden Verhornungen abgetragen, der Kreislauf wird angeregt, der Blutdruck reguliert und die inneren Organe werden angeregt.
Caldarium
Abgeleitet vom lateinischen Calidus (=heiß) wird das Caldarium oft auch als Dampfgrotte oder Aroma-Dampfbad bezeichnet. Die hohe Luftfeuchtigkeit, bis zu 100%, und eine Strahlungswärme zwischen 42°C und 50°C zeichnen das Caldarium aus. Gleichmäßig wird die Wärme von mit Keramik oder Terrakotta gefliesten Wänden, Bänken und der Decke abgestrahlt. Zwischen 30 und 40 Minuten beträgt die ideale Aufenthaltsdauer im Caldarium, einem der vier Räume des Römischen Bades.
Chakramassage
Unser Körper ist energetisch sehr sensibel und wird von einem Energiefeld umgeben, welches als Aura bezeichnet wird. In dieser Aura haben alle Organe und Gewebe reflektorische Anschlüsse, also Energiezentren, die als Schalt- und Regulationsstellen dienen. Bei ungehindertem Fließen der Lebensenergie bilden diese Zentren so etwas wie Wirbel oder Strudel, die Chakren genannt werden. In alten Sanskrit-Schriften wird von 80 000 Chakren berichtet. Für die Chakramassage sind sieben Hautchakren und zwölf Nebenchakren relevant. Durch die Chakramassage werden Blockaden im Energiefluss gelöst, die Lebenskraft gestärkt, Sinne und Gemüt werden ins Gleichgewicht gebracht. Körper, Seele und Geist gibt sie Ausgewogenheit, stärkt das Immunsystem und lässt die Lebensenergie wieder frei fließen.
Cleopatrabad
Die ägyptische Herrscherin Cleopatra soll, um ihre Schönheit lange zu erhalten, in Eselsmilch gebadet haben. Beim Cleopatrabad ruht der Gast in einem Wannenbad mit Kuhmilch und Ölzusätzen. Die allgemein entspannende Wirkung übt sich auf die Muskulatur und das vegetative Nervensystem aus. Weiterhin ist ein pflegender Effekt für die Haut mit den Badezusätzen erreichbar.
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